Im Herbst ist ein Waldspaziergang mehr als Erholung. Dabei lassen sich auch köstliche und nährstoffreiche Schätze der Natur entdecken. Die Rede ist von heimischen essbaren Pilzen, die noch immer als Nährstoffquellen unterschätzt werden und außerdem sehr aromatisch sind. Hier findest du unsere Top 5 unter den heimischen Pilzen und ein paar Tipps für das Suchen.
Giftige oder essbare Pilze? Beim Pilzesammeln ist Vorsicht geboten
Generell gilt: Du solltest beim Pilzesuchen sehr aufmerksam vorgehen. Viele genießbare Pilze haben giftige Doppelgänger, die sich nur schwer unterscheiden lassen. Deshalb gilt:
- Sammle nur Pilze, die du zweifelsfrei erkennst!
- Nutze ein gutes Pilzbestimmungsbuch oder eine App mit Bildern und Unterscheidungsmerkmalen!
- An vielen Orten kann man gesammelte Pilze von Experten überprüfen lassen. Nimm solche Angebote in Anspruch!
- Das Bestimmen von Pilzen lernt man am besten bei Pilzwanderungen mit Profis. Schau dich nach solchen Veranstaltungen in deiner Gegend um!
Pilze sammeln: Unsere Top 5 der heimischen Pilzarten
Wenn du selbst essbare Pilze nutzen willst, solltest du diese 5 Arten auf jeden Fall kennen:
1. Steinpilz (Boletus edulis)
Der Steinpilz gilt als König unter den heimischen Pilzen. Er hat festes Fleisch, schmeckt nussig-aromatisch und kann beträchtliche Größen erreichen. Steinpilze eignen sich zum Braten, Kochen, Trocknen und Einlegen.
Auch die Nährstoffe im Steinpilz können sich sehen lassen: Er ist reich an Eiweißen und enthält B-Vitamine, Kalium, Phosphor und Eisen.
Steinpilze haben einen braunen Hut und einen weißlichen oder gelblichen Röhrenschwamm. Der Stiel ist oft bauchig und zeigt ein feines Netzmuster. Der Steinpilz wächst von Ende Juni bis Oktober im Laub- und Nadelwald.
Doch Vorsicht: Er kann leicht mit dem bitteren Gallenröhrling verwechselt werden.
2. Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Pfifferlinge kennt fast jeder, aber viele wissen nicht, dass man sie auch selbst im Wald finden kann. Der kleine, dottergelbe Pilz wächst bevorzugt in lichten Wäldern, oft unter Moospolstern. Pfifferlinge enthalten viel Eiweiß und außerdem B-Vitamine, Eisen und Vitamin D.
In der Küche sind die kleinen goldenen Pilze heißbegehrt: Sie schmecken aromatisch und haben ein festes Fleisch.
Aber Vorsicht: Pfifferlinge haben ungenießbare Doppelgänger, zum Beispiel den Falschen Pfifferling. Echte Pfifferlinge haben keine echten Lamellen, sondern sogenannte Leisten, die in den Stiel übergehen.
3. Parasol (Macrolepiota procera)
Der Parasol wird mit gutem Grund auch Riesenschirmling genannt: Er kann einen Hutdurchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreichen. Er wächst bevorzugt an Waldrändern, auf Lichtungen und Wiesen und ist kulinarisch ein echter Geheimtipp: Du kannst ihn zum Beispiel im Ganzen panieren und als vegetarische Schnitzelalternative in der Pfanne ausbacken.
Parasol enthält Eiweiße, Ballaststoffe und etwas Magnesium und Kalium.
Vorsicht: Vor allem junge Exemplare lassen sich leicht mit giftigen Doppelgängern verwechseln.
4. Maronenröhrling (Imleria badia)
Der Maronenröhrling ist an seinem braunen, leicht glänzenden Hut und an den gelblichen Röhren, die sich bei Druck bläulich verfärben, zu erkennen. Er wächst vor allem in Nadelwäldern auf sauren Böden.
Maronen enthalten Eiweiß, Ballaststoffe, B-Vitamine und Kalium. Sie sind also nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft.
In der Küche überzeugen diese leckeren Speisepilze mit einer festen Konsistenz und einem mild-nussigen Aroma.
5. Schopftintling (Coprinus comatus)
Schopftintlinge haben ein sehr ungewöhnliches Aussehen: Ihr weißer Hut zerfließt am Rand zu einer Art schwarzer Tinte. In diesem Zustand sind die Pilze nicht mehr essbar, aber ganz junge Exemplare sind ideal für Pilzpfannen und Suppen.
Junge Schopftintlinge haben einen milden Geschmack und stecken voller Nährstoffe. Sie enthalten Eiweiße, Kalium, Magnesium und Folsäure.
Wichtig zu wissen: Schopftintlinge zersetzen sich schnell und werden dann ungenießbar. Deshalb solltest du sie möglichst sofort verarbeiten.
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