Das Gehirn ist die Schaltzentrale unseres Körpers. Hier findet nicht nur das bewusste Denken statt, sondern es werden auch sämtliche Körperfunktionen gesteuert. Der Atem, der Herzschlag, die Produktion von Hormonen und Botenstoffen, die Funktion der Muskeln, die Wahrnehmung von Sinnesreizen, all das und noch viel mehr findet im Gehirn statt. Hier werden in jeder Sekunde unseres Lebens unzählige Signale abgegeben und ausgewertet.
Es ist also auch kein Wunder, dass das Gehirn eine ganze Menge Energie braucht. Das gilt umso mehr, wenn wir zusätzlich noch mentale Höchstleistungen vollbringen wollen. Viele Menschen stellen sich deshalb die Frage, was ihr Gehirn eigentlich braucht und wie sie es unterstützen können. Schauen wir uns mal genauer an, welchen Energieverbrauch Gehirn und Nervensystem eigentlich haben!
Das Wichtigste auf einen Blick: Energieverbrauch des Gehirns
- Hoher Energiebedarf: Das Gehirn macht nur 2 % des Körpergewichts aus, verbraucht aber rund 20 % der gesamten Energie und des Sauerstoffs.
- Glucose als Haupttreibstoff: Die primäre Energiequelle des Gehirns ist Glucose, im Notfall kann es auch Ketonkörper nutzen.
- Konstanter Verbrauch: Das Gehirn arbeitet ununterbrochen. Auch im Schlaf oder bei alltäglichen Körperfunktionen bleibt der Energieverbrauch hoch.
- Mikronährstoffe als Schlüssel: Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium wirken als wichtige Cofaktoren für den Energiestoffwechsel und die Signalübertragung.
Wie viel Energie verbraucht das Gehirn?
Unser Gehirn ist nicht besonders groß oder schwer: Es macht gerade mal 2 % unserer Körpermasse aus. Für dieses geringe Gewicht verbraucht es aber sehr viel Energie. Etwa ein Fünftel (also 20 %) der gesamten Energie wird für das Gehirn benötigt. Auch beim Sauerstoffverbrauch sieht es ähnlich aus: 20 % der Sauerstoffmenge landen im Gehirn, um dort alle wichtigen Funktionen möglich zu machen. (Quelle: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.172399499)
Warum benötigt das Gehirn so viel Energie?
Dieser hohe Energieverbrauch entsteht durch die ständige Signalverarbeitung. Während die meisten anderen Organe und Körperstrukturen nur wenige Aufgaben haben und zwischendurch ruhen können, ist das Gehirn ununterbrochen in Aktion. Damit das gut funktioniert, braucht es eine gute Basis an Nährstoffen.
Interessant ist dabei: Der Energieverbrauch des Gehirns bleibt erstaunlich konstant. Egal, ob wir gerade intensiv nachdenken, eine schwierige Choreografie lernen oder einfach schlafen, das Gehirn ist immer beschäftigt. Schwierige Denkleistungen steigern den Energieverbrauch höchstens um wenige Prozentpunkte. Die meiste Energie braucht das Gehirn also für die ganz normale Steuerung unseres Körpers und Geistes. (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK551718/)
Wie versorgt sich das Gehirn mit Energie?
Die wichtigste Energiequelle für das Gehirn ist Glucose, also eine Form von Kohlenhydraten. Steht nicht genug Glucose zur Verfügung, kann das Hirn den Energiebedarf auch aus sogenannten Ketonkörpern decken. Diese Stoffe werden in der Leber aus Fettsäuren gebildet.
Neben diesen reinen Energiequellen braucht das Gehirn aber auch Baustoffe, um Nervenverbindungen aufzubauen und kleine Schäden zu reparieren. Hier spielen Fette eine wichtige Rolle. Das menschliche Gehirn selbst besteht zu einem großen Teil aus Fetten. Fettsäuren sind deshalb wichtige Bestandteile der Zellmembranen. Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang von Omega-3-Fettsäuren gesprochen.
Außerdem benötigt das Gehirn Sauerstoff und Wasser sowie Aminosäuren als Bausteine für Proteine und Neurotransmitter. Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls wichtig. Sie liefern zwar keine direkte Energie, aber sie sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Zu nennen sind hier zum Beispiel Magnesium, Calcium, Eisen, Zink und verschiedene B-Vitamine. Sie wirken häufig als Cofaktoren von Enzymen, die den Energiestoffwechsel ermöglichen.
Anders ausgedrückt: Glucose ist der Treibstoff für viele Prozesse im Gehirn. Damit dieser Treibstoff genutzt werden kann und die zahlreichen biochemischen Abläufe funktionieren, braucht der Körper außerdem Vitamine und Mineralstoffe als Bestandteile eines normalen Stoffwechsels.
Wie unterstützt eine ausgewogene Ernährung den Körper?
Der Körper im Allgemeinen und das Gehirn im Besonderen sind darauf angewiesen, dass alle notwendigen Bausteine, Nährstoffe und Energiequellen zur Verfügung stehen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist die Basis dafür.
Je besser der Körper mit allen notwendigen Makro- und Mikronährstoffen versorgt ist, umso sicherer kannst du sein, dass auch dein Gehirn alles hat, was es braucht und dass es aus der zur Verfügung stehenden Energie das Optimum herausholen kann.
Wie kann man die Versorgung mit Nährstoffen unterstützen?
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Magnesium trägt unter anderem zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei. Calcium hat eine Funktion bei der Zellteilung und -spezialisierung und trägt außerdem zu einer normalen Signalübertragung zwischen Nervenzellen bei.
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